Qualitätssicherung bei Gesundheitsprävention

Die Angebote für Entspannungsverfahren, Stressbewältigung und Harmonie für Körper, Geist und Seele gibt es in allen nur denkbaren Varianten und zunehmend steigt die Anzahl der Anbieter.

Jedoch ist fest zu stellen, dass Anbieter auch ohne ausreichende, berufliche Qualifikation ihre Angebote vermarkten.

Das hat eindeutige Nachteile für den Kursteilnehmer, er erhält von seiner Krankenkasse keine anteilige Kostenrückerstattung, die bis zu 80 Prozent der Kursgebühr ausmacht und er kann seine Bonuspunkte für aktive Teilnahme an Gesundheitskursen für Prävention nicht in Anspruch nehmen.

Um sicher zu gehen, sollten sie stets auf folgende Kriterien achten: 1. der Kursleiter/ Anbieter muss bei ihrer Krankenkasse im Bereich Gesundheitsprävention gelistet sein und 2. Das Kursangebot wurde von der jeweiligen Krankenkasse anerkannt.

Hierfür gibt es eindeutige Richtlinien für Leistungsanbieter auf dem Gebiet der Prävention, die in vier Schwerpunkte aufgeteilt ist. Hierzu zählen die angeleitete Bewegung, Ernährungsberatung, Entspannungsverfahren und Stressbewältigung sowie der Schwerpunkt Sucht mit Raucherentwöhnung und bewusster Umgang mit Alkohol und Medikamenten.

Um dem Kursteilnehmer ein hohes Maß an Sicherheit zu gewähren, ist ein qualifizierter Kursleiter/ Anbieter wichtig, der den gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien entspricht.

Für den Schwerpunkt Entspannungsverfahren und Stressbewältigung ist ein abgeschlossenes Studium mit Diplom oder Master in Psychologie, Medizin, Sozialpädagogik, Pädagogik, Sozialwissenschaften mit einer Fortbildung in Stressbewältigung erforderlich und empfehlenswert eine psychotherapeutische, mindestens dreijährige Weiterbildung und Berufserfahrung.

Eine Sonderstellung nehmen Heilpraktiker und Heilpraktiker auf dem Gebiet der Psychotherapie ein, sie dürfen ohne jeglichen Nachweis über eine psychotherapeutische Weiterbildung nach ihrer Ausbildung, noch einer Stressbewältigungsfortbildung, ihre Dienstleistung erbringen.

Sie entsprechen jedoch nicht den Richtlinien für Leistungserbringer der Krankenkassen im Bereich Prävention. Zu Gesundheitskursen haben alle Teilnehmer Zugang, auch jene, die möglicherweise unter einem psychischen Handycap leiden, dies aber noch nicht erkannt haben oder aktuell ärztlich behandelt werden.

Immer wieder kommt es vor, dass Kursteilnehmer unter der Einnahme von Antidepressiva stehen oder eine schwere, noch unbearbeitete Lebensphase wie Trauer oder süchtiges Verhalten mitbringen.

Dabei kann es im Kursverlauf in der Teilnehmergruppe zu erheblichen Problemen kommen, auch zu einer seelischen Entgleisung. Der Kursleiter muss in der Lage sein, die Situation zu erkennen und fachkompetent zu handeln.