Steuerliche Vorteile

Seit dem 1. Januar 2009 wird die Förderung der Mitarbeitergesundheit zudem unbürokratisch durch steuerliche Vorteile unterstützt. Immerhin 500 Euro kann ein Unternehmen pro Mitarbeiter und pro Jahr seither Lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. Es werden Maßnahmen steuerbefreit, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§20 und 20a Abs. 1i.V. mit § 20 Abs. 1Satz 3 SGB V genügen. Hierzu zählen z.B.:

  • Bewegungsprogramme
  • Ernährungsangebote
  • Suchtprävention
  • Stressbewältigung

    Nicht darunter fällt die Übernahme der Beiträge für einen Sportverein oder ein Gesundheitszentrum bzw. Fittnessstudio

 

Präventions- und Gesundheitsförderungsziele

           Um die Ziele der Präventionsstrategie umzusetzen, sieht der Entwurf für ein  Präventionsförderungsgesetz folgende Präventions- und Gesundheitsförderungsziele vor:

  • Die Krankenkassen sollen sich bei der primären Prävention an die Umsetzung von gesetzlich festgelegten Gesundheitsförderungs- und Präventionszielen halten.

    Dabei handelt es sich um die  vom Kooperationsverbund gesundheitsziele.de entwickelten Ziele.Darüber hinaus berücksichtigen die Krankenkassen im Bereich „Prävention in Betrieb“ die von der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz im Rahmen der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie entwickelten Arbeitsschutzziele.

  • Zur Förderung der Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Gesundheitsförderungs- und Präventionsziele soll beim Bundesgesundheitsministerium eine ressortübergreifende „Ständige Präventionskonferenz“ eingesetzt werden.
     Die Konferenz soll in jeder Legislaturperiode einen Bericht über die Entwicklung der Ziele, deren Umsetzung sowie Vorschläge zur Weiterentwicklung aufzeigen.

Präventionsförderungsgesetz: Finanzierung

Präventionsförderungsgesetz: Finanzierung. Zur Finanzierung der Präventionsmaßnahmen sieht das Gesetz folgendes vor:
Die Krankenkassen sollen ihre Präventionsmaßnahmen durch eine Anhebung des Ausgabenrichtwerts von derzeit 3,01 Euro auf 6 Euro je Versicherten/Jahr intensivieren.

Hiervon sollen die Krankenkassen mindestens 2 Euro für Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sowie mindestens 1 Euro für Maßnahmen in den Lebenswelten der Versicherten („Settingleistungen“) aufwenden. Quelle www.bmg.bund.de

Päventionsförderungsgesetz zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Das Präventionsförderungsgesetz zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Baustein für ein erfülltes und gesundes Arbeitsleben.

Das Präventionsförderungsgesetz reagiert insbesondere auf die Herausforderungen des demografischen Wandels :

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sollen älter werdende Belegschaften gesund erhalten und ihre Beschäftigungsfähigkeit gesichert werden.

Die BGF soll daher auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stärker verbreitet werden. Hierzu sollen die Krankenkassen-Ausgaben für BGF erhöht werden (mindestens 2 Euro je Versicherten/Jahr ).

Zur Sicherstellung eines niedrigschwelligen Zugangs sollen kleine und mittlere Unternehmen in regionalen Koordinierungsstellen der Krankenkassen Beratung und Unterstützung finden.

Die Nutzung der Kompetenz der Betriebsärztinnen und Betriebsärzte soll zukünftig verbindlich sein. Sie sollen stärker an den Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung beteiligt werden.

Die Möglichkeit der Krankenkassen, Boni für Arbeitgeber und Versicherte zu leisten, wird verbindlicher gestaltet. Zudem sind Boni vorrangig am Erfolg der Maßnahmen auszurichten.

Darüber hinaus sollen Gruppentarife der einzelnen Krankenkassen mit Beschäftigtengruppen ermöglicht werden.